DSW-FOMdips-Studie: Dividendenuntersuchung 2010
Der Stellenwert der Dividende ist heute größer denn je – bei Unternehmen wie auch bei Anteilseignern. Und so wird die Dividendenausschüttungspolitik in der empirischen Forschung auch intensiv analysiert. Vergleichsweise selten sind jedoch deutsche Prime Standard Emittenten Gegenstand der Untersuchung.
Die DSW-FOMdips-Studie "Dividendenuntersuchung 2010" eruiert sowohl das Ausschüttungsverhalten deutscher Unternehmen im Zeitablauf von 2005 bis 2010 als auch im Vergleich zu europäischen EURO STOXX-Titeln.
Ergebnis:
Insgesamt werden in diesem Jahr 23,344 Milliarden Euro an die Aktionäre der Prime-Unternehmen überwiesen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 12,1 Prozent. Größte Zahlmeister in Deutschland sind aktuell die Deutsche Telekom (3,402 Milliarden Euro), E.ON (2,858 Milliarden Euro), RWE (1,968 Milliarden Euro), Allianz (1,852 Milliarden Euro) und BASF (1,561 Milliarden Euro). Im deutlichen Rückgang der Dividendenausschüttungsvolumina in den Jahren 2009 und 2010 zeigen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Die Unternehmensgröße wirkt signifikant positiv auf die Ausschüttungswahrscheinlichkeit eines Emittenten. Vor allem bei DAX30- und EURO STOXX-Titeln erfolgen folglich häufig Dividendenausschüttungen.
Aktienrückkäufe substituieren die Dividendenausschüttung nicht. In der Mehrheit der Beobachtungen kommt der Aktienrückkauf flankierend zur (erhöhten) Dividendenausschüttung zum Einsatz. Besonders häufig nutzen DAX-Unternehmen das Instrument des Aktienrückkaufs. Werden von Prime Standard Emittenten eigene Aktien ohne parallele Dividendenausschüttung zurückgekauft, handelt es sich i.W. um gering kapitalisierte Emittenten.
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